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Mehr aus dem Meer: Algen, die gesunde Ernährung

 

© Bernd Schmidt AdobeStock 87820445
 
 
Hijiki, Kombu, Nori oder Wakame – klingt exotisch – ist es auch. Nichtsdestotrotz haben es die grünen Essbaren in sich: Vitamin C, Eisen, Kalzium, Jod, sogar Omega 3-Fettsäuren sowie Eiweiß. In Asien stehen Algen schon seit langem auf dem Speiseplan, doch für die meisten von uns ist die Vorstellung, „Gemüse aus dem Meer“ zu essen noch gewöhnungsbedürftig – obwohl uns durchaus bewusst ist, dass Algen Mikronährstoffe wie eben Vitamine und Mineralien in relativ großer Menge liefern.

Die Algen halten Einzug in die Küche

Wie auch in asiatischen Restaurants machen sich frische Algen gut in Verbindung mit Sushi; bevorzugt werden hier Nori-Algen verwendet. Wakame dagegen harmoniert mit Salaten und fühlt sich in Miso-Suppe wohl. Bei Gemüse- und Tofu-Gerichten spielt die Hijiki-Alge gern eine Nebenrolle und wenn von Kombu die Rede ist, geht es um Seetang, der als Beilage zu (Fisch-)Gerichten oder auch kleine Zwischenmahlzeit serviert werden kann.
Sehr beliebt, weil sehr gesund, ist auch die Braunalge. Sie hat entzündungshemmende Eigenschaften und wird deshalb von Menschen, die Magenbeschwerden aufgrund einer Helicobacter pyleri-Infektion haben oder unter entzündlichen Erkrankungen wir Rheuma oder Arthritis leiden, bevorzugt. Generell wird den Algen eine positive Wirkung auf die Elastizität des Bindegewebes zugeschrieben. Farblich bildet die Braunalge eine Ausnahme, weil in ihrem Fall der Pflanzenfarbstoff Fucoxanthien das Cholorphyll überdeckt.
Nicht nur die „Meeresbewohner“ unter den Algen haben Beachtliches zu bieten, auch Süßwasserarten wie Chlorella, Spirulina und Afa haben zu Recht einen guten Ruf. Auch sie haben Antioxidantien, Eiweiß, Vitamine und Mineralien im Gepäck. Die Chlorella zum Beispiel macht ihrem Namen alle Ehre, indem sie besonders viel Chlorophyll, welches unseren Stoffwechsel ankurbelt, mitbringt. Spirulina dagegen ist extrem eiweißhaltig (die Pflanze besteht zu 60 Prozent aus Eiweiß) und infolgedessen sehr beliebt bei Vegetariern/Veganern. Auch die Afa-Alge kleckert nicht, sondern klotzt: 20 Aminosäuren kann sie liefern und – verglichen mit Rinderleber – dreimal so viel Vitamin B12.
Wie auch die Menschen in Asien sollten wir Algen nie in großer Menge, sondern als Beigabe oder Zwischenmahlzeit verwenden. 
 
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