Wird man älter, lässt die Sehkraft nach. Was bei den einen als natürliche Begleiterscheinung des Alterns langsam voranschreitet, führt bei anderen durch bestimmte Erkrankungen zu einer starken Verschlechterung der Sehkraft bis hin zum Sehverlust. Eine häufige Ursache dafür ist die sogenannte altersabhängige Makuladegeneration (AMD) – eine chronische Erkrankung, meist beider Augen, die aufgrund einer Störung des Stoffwechsels entsteht. Sie tritt an einer bestimmten Stelle der Netzhaut, der sogenannten Makula, auf und beeinträchtigt das scharfe Sehen.
In bestimmten Fällen und nach Rücksprache mit dem Augenfacharzt kann die Einnahme von bestimmten Vitaminen sinnvoll sein. Auch wenn sie das Entstehen einer AMD nicht verhindern können, so kann das Voranschreiten der Erkrankung etwas verlangsamt werden.
Q&A: Wissenswertes zur Makuladegeneration
Wie entsteht die Makuladegeneration? Die häufigste Ursache für einen irreversiblen, also nicht mehr „reparierbaren“ Sehverlust ist die altersabhängige Makuladegeneration (AMD). Betroffen sind vor allem ältere Personen über 60 Jahre. Die Sehkraft lässt im Alter grundsätzlich nach, allerdings führen Erkrankungen wie die AMD, ausgelöst von einer Stoffwechselstörung, zu einer weiteren Verschlechterung. Dabei handelt es sich um eine chronische Erkrankung, die meistens beide Augen betrifft. Die AMD entsteht an jener Stelle der Netzhaut, der sogenannten Makula, die für das scharfe Sehen zuständig ist. Sie führt dazu, dass die AMD nicht mehr ausreichend mit Nährstoffen aus dem Blut versorgt werden kann. Die Folge: Am Punkt des schärfsten Sehens sieht man immer schlechter. Gegenstände, auf die man seinen Blick richtet, erscheinen verschwommen oder verzerrt.
Sind enge Verwandte bereits von einer AMD betroffen, ist das eigene Risiko etwas erhöht. Außerdem ist bekannt, dass Personen, die rauchen, häufiger und früher erkranken als Nichtraucherinnen und Nichtraucher.
Man unterscheidet zwei Formen:
Trockene Makuladegeneration: verläuft eher langsam und schleichend, über viele Monate bis Jahre hinweg; es gibt keine wirksame Behandlung.
Feuchte Makuladegeneration: führt rascher zu einer Sehbehinderung, lässt sich aber wirksamer behandeln.
Aus einer trockenen Makuladegeneration kann eine feuchte werden. Sie ist zwar seltener, aber im Verlauf deutlich gefährlicher.
Welche Symptome sind mit einer Makuladegeneration verbunden? Eine altersbedingte Makuladegeneration (AMD) führt dazu, dass die Sehfähigkeit im Bereich des schärfsten Sehens allmählich verlorengeht. Gegenstände, auf die man gezielt blickt, erscheinen zunehmend verschwommen und verzerrt. Wer von einer fortgeschrittenen AMD betroffen ist, kann Gegenstände kaum mehr sehen.
Die Erkrankung verläuft in folgenden Stadien:
Frühe AMD: mittelgroße Ablagerungen (Drusen), keine Pigmentveränderungen, keine Sehbehinderung.
Intermediäre AMD: große Ablagerungen und Pigmentveränderungen, leichte Sehbehinderungen.
Späte AMD: Makuladegeneration, die mit Sehbehinderungen einhergeht.
Wie wird die Makuladegeneration behandelt? Die trockene altersabhängige Makuladegeneration (AMD) lässt sich aktuell nicht wirksam behandeln. Die feuchte AMD umfasst im Wesentlichen drei Behandlungssäulen:
Medikamente Hier kommen sogenannte VEGF-Hemmer zum Einsatz, die direkt ins Auge gespritzt werden. Sie verhindern, dass neue Blutgefäße gebildet werden. So lässt sich die AMD zwar nicht heilen, aber ihr Fortschreiten zumindest etwas verlangsamen.
Lasertherapie Krankhafte Blutgefäße werden mit Laserstrahlen erhitzt und zerstört.
Operation In Ausnahmefällen lassen sich Blutgefäße auch chirurgisch behandeln.
Auch wenn eine vorbeugende Wirkung von Nahrungsergänzungsmitteln durch Studien bislang nicht belegt werden konnte, können sie in Kombination mit bestimmten Vitaminen bei Personen mit feuchter AMD das Fortschreiten der Erkrankung möglicherweise verlangsamen.
Q&A: Makuladegeneration und Vitamine
Welche Nährstoffe sind für unsere Sehkraft wichtig? Mikronährstoffe, die wir über eine ausgewogene Ernährung zu uns nehmen, sind für die Gesundheit unseres Körpers, aber auch für unsere Sehkraft wichtig.
Mikronährstoffe, die wichtig für unsere Sehkraft sind:
Vitamin A: wichtig für die Funktion des Auges.
B-Vitamine: unterstützen die Funktion unseres Nervensystems, inklusive des Sehnervs.
Omega-3-Fettsäuren: wichtig für die lichtempfindlichen Zellen der Netzhaut.
Mineralstoffe & Spurenelemente
Lutein & Zeaxanthin: übernehmen wichtige Funktionen in Makula und Netzhaut.
Kann einer altersabhängigen Makuladegeneration (AMD) durch Vitamine und Nahrungsergänzungsmittel vorgebeugt werden? Bis dato konnte kein Nachweis erbracht werden, dass dies der Fall ist. Empfohlen wird jedoch eine ausgewogene Ernährung gemeinsam mit bestimmten Vitaminen, um das Risiko etwas zu senken. Den wichtigsten Risikofaktor stellt jedoch nach wie vor das Rauchen dar, das idealerweise vermieden werden sollte.
Kann das Fortschreiten der Erkrankung verlangsamt werden? Bei Personen, die von einer etwas fortgeschritteneren feuchten AMD betroffen sind, kann die Einnahme von Nahrungsergänzungsmitteln in Kombination mit bestimmten Vitaminen möglicherweise helfen, das weitere Fortschreiten der Erkrankung zu verlangsamen.
Im Fokus stehen dabei:
Vitamin C,
Vitamin E,
Zink,
Kupfer,
Lutein.
Die Einnahme sollte nur nach Rücksprache mit dem Augenfacharzt erfolgen.
Welche Nährstoffe im Einzelfall sinnvoll sind, sollte gut abgestimmt werden. Kommen Sie mit Ihren Fragen gern zu uns in die Apotheke. Gemeinsam schauen wir, worauf es bei der Auswahl ankommt.
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